Die Firmengeschichte beginnt im Jahre 1860, als der eingewanderte Schwabe Serafin Keller eine kleine metallverarbeitende Werkstätte gründete.

Im September  1887 der erste Eigentümerwechsel: Ludwig Mandl kaufte sich in die Firma ein und der letzte der Unternehmerfamilie Keller, Anton Keller, verkaufte im Jahre 1904 seine Anteile an die Familie Mandl.

Die Ära Mandl dauerte bis ins Jahr 1981. Viele Höhen und Tiefen wurden durchlebt. Der Fokus bei der Produktpalette lag zu dieser Zeit auf Kleinkalibermunition.

Im Jahre 1993 begann die bewusste Erweiterung der Produktpalette der Hirtenberger Gruppe in zivile Bereiche, was die Grundlage für die heutigen Tochterfirmen „Hirtenberger Präzisionstechnik“ und „Hirtenberger Automotive Safety“ darstellte.

1996 begann die „Ära Schuster“, die bis heute andauert. Die Unternehmerfamilie Schuster übernahm das damals insolvente Unternehmen und führte die Erweiterung des Hirtenberger-Produktportfolios konsequent fort.

Hirtenberger Automotive Safety ist Partner der internationalen Automobilindustrie und anderer Industriesparten für individuelle und innovative pyrotechnische Lösungen. Mit der tiefgehenden Erfahrung und den innovativen Produkten trägt Hirtenberger Autmotive Safety dazu bei, dass Tag für Tag Menschenleben gerettet werden können.

Hirtenberger Präzisionstechnik, das zweite Tochterunternehmen am Standort Hirtenberg, ist Spezialist für spanlose Metallbearbeitung und produziert kundenspezifische Präzisionsteile. Das Produktportfolio reicht von einfachen Stanzteilen über komplexe Stanz-Biegeteile, Umformteile, kunststoffumspritzte Stanzteile bis hin zu kompletten Baugruppen.

2009 wurde mit Firma Schaffler in Winzendorf, ein weiteres Unternehmen, tätig im Bereich der Entwicklung und Herstellung von Zündpillen für elektronische Anzünder und Komponenten für die Sprengtechnik, in die Hirtenberger Gruppe integriert.

2015 folgte der Zukauf des führenden Umwelttechnikherstellers Komptech mit Hauptsitz in Frohnleiten. Mit dem Kauf der Unternehmensgruppe Komptech wurde das Portfolio von Hirtenberger um den Bereich Umwelttechnologie erweitert. Komptech ist ein international führender Technologielieferant von Maschinen und Anlagen für die mechanische und mechanisch-biologische Behandlung fester Abfälle und für die Behandlung von Biomasse als erneuerbare Energiequelle.

2019 wurde die Hirtenberger Gruppe mit dem Zukauf des tschechischen Unternehmens PATVAG erweitert. PATVAG stellt seit 1993 hochwertige und zuverlässige Anzünder für Airbags und Insassen-Rückhaltesysteme her. Die starke Marktposition der Hirtenberger Automotive Safety, als Experte für zivile Pyrotechnik-Anwendungen, wurde durch die Akquisition von PATVAG weiter ausgebaut.

Mit der Ernennung von Markus Haidenbauer zum CEO des Unternehmens im April 2018 wurde ein Reorganisationsprozess gestartet, der für die Zukunft des Unternehmens weitreichende und nachhaltige Auswirkungen hat. Die Munitionsproduktion, ursprünglich die Grundlage der Hirtenberger Gruppe, wurde 2019 verkauft. Die Hirtenberger Gruppe fokussiert sich nun auf die beiden Divisionen Pyrotechnik und Umwelttechnik. CEO der Division Pyrotechnik ist Manfred Pock.